Mittwoch, 22. Dezember 2010

...bei den Griswolds geht`s weiter



Im letzten Blog noch geschrieben: Bin mal gespannt welche Tiere sich im Baum einnisten!!!
Gemütlich saßen Angelika und ich im Keller-Hobbyraum vor dem PC, als wir direkt vor dem Fenster immer ein Geflatter sahen !! Direkt daneben ragt unser Monster-Baum. Da muss ein Vogel direkt daneben durch einen winzigen kleinen Loch im Keller-Gitter gekrochen oder gefallen sein und kommt nun nicht mehr raus. Dachte bestimmt, der Baum ist ein guter Schlafplatz!
Das Problem ist nur: Unser Keller-Fenster ist total verbaut mit allen möglichen Ordnern und Firlefanz. Einbrecher würden da schon freiwillig aus Verzweiflung die Ferne suchen. Man kann aber auch nicht den Piepmatz dort einfach sterben lassen, dachten wir uns.
Also - alles abräumen und irgendwie den Vogel fangen. Angelika krabbelte mit dem Kescher in den Kellerschacht, ich stand in der Tür mit einer Riesentasche - falls er irgendwie mir entgegen geflogen wäre.

Immer hin und her. Angelika krabbelte nach rechts - Piepmatz flog nach links. Und wieder umgekehrt. So ging das Spielchen Minutenlang. Irgendwann wurds dem Vogel zu bunt und er flog in den Kellerraum. Toll ! Wo ist er jetzt ? Irgendwo hinter zig Ordner und Büchern - wartet sicher darauf, dass die Doofen verschwinden.
Was nun ? Ordner wegräumen...... Und das sind nicht wenige !! Aber der Vogel hatte mit uns ein Einsehen und machte sich aus den Staub, hoch in die Küche. Aber leider fand er auch da nicht den Ausgang. Gleiches Spielchen wie unten! Angelika mit dem Kescher, ich mit der Tasche. Irgendwann gab der gefiederte Freund auf voller Erschöpfung und ließ sich einfangen.
Ab auf die Terrasse - aber der kleine Kerl war so fix und fertig und brauchte erstmal eine lange Pause. Erst ein kurzes Anstupsen und er düste ab.
Die gute Tat für dieses Jahr Weihnachten haben wir somit auch vollbracht :-)

Das Laufen ist momentan Nebensache - alle Weihnachtsplätzchen sind noch nicht aufgefuttert und andere Dinge haben Vorrang. Zum Beispiel mit der Schaufel meterlange Eiszapfen vom Dach abschlagen ! Als ich die Tage nach Hause kam, hatten mein Nachbar und ich den gleichen Gedanken: Muss die Briefträgerin oder Zeitungsmann unbedingt zu Weihnachten aufgespießt werden? Klar, die Post kommt zu jeder Jahreszeit immer erst gegen Abend und die Zeitung war auch nicht immer da........aber so ein spitzes Teil muss es nicht unbedingt sein. Auf dem Bild ist der Eiszapfen vom Vortag zu sehen - am darauffolgenden war er doppelt so lang und doppelt so breit.
Mit dem fetten Schneeschieber gings dann unter dem Dach die fetten Teile runterschlagen. Statt des Zeitungsmannes wurde der Deko-Nikolaus auf der Terasse gekillt.

Irgendwie ist dieses Jahr die ganze Weihnachtszeit chaotisch - unser Monster-Baum voll eingeschneit wurde die Tage ins Haus transportiert. Auch wenn der meiste Schnee abgeklopft wurde, zentnerweise hing er in den Ästen fest. Den Korridor ausgeräumt, die Küche halb ausgeräumt hatten wir versucht das Monsterteil zum Trocknen aufzustellen. Fehlanzeige ! Das Teil war so lang, den konnten wir nichtmal ansatzweise hochkippen. Also weiter absägen......
Die Küche halb unter Wasser versuchten wir den Baum vorrübergehend in den Ständer zu bekommen. Ging nicht......Die olle Tanne war so schwer, selbst der Hightech-Ständer kapitulierte vor dem Gewicht. Wie das Geschoss im Wohnzimmer aufbauen.....?? Darüber schlafen wir erstmal eine Nacht und kippten den Baum an die Küchenwand.

Am anderen Tag ging es unseren grünen Monster an den Kragen. Ein weiteres Stück abgesägt, hochgetragen, in den Ständer gehievt und vorübergehend sehr instabil aufgestellt. Jetzt musste die Bohrmaschine her. Kurzen Prozeß: Dübel in die Wand, dicken Harken dran und mit grünen Band festgemacht. Da der Baum zudem so weit ausläufig war, dass das halbe Wohnzimmer voll mit Ästen war, wurde an den Seiten weitere Äste gekappt. Gross sollte er sein - aber da hatten wir wohl die tiefgefrorenen Äste beim Kauf nicht so weit ausgelagert. Dieser Baum war zudem über 3 Meter gross! Jedenfalls - nun stand unser Monster-Baum !

Eigentlich sind an unseren Weihnachtsbäumen meist rund 100 Kerzen angebracht - dieser Baum hat dieses Jahr fast die doppelte Anzahl.

Jedes Jahr bekommen auch unsere nahestehenden Bekannten und Verwandten, die wir nicht unbedingt regelmässig sehen eine Weihnachtskarte. Auch in diesem Jahr gingen einige auf Reise, für die letzte zu unseren Urlaubsbekannten aus Münster fehlte mir noch eine Briefmarke. Also ab in die Post: "Eine 55 Cent-Marke!" - "Geht nicht" erwiderte der Verkäufer. "Wiiiieso ??" meinte ich! "Da kommen 90 Cent drauf!" erhielt ich als Antwort.
"Nein - da kommen 55 Cent drauf" sagte ich. "Das ist ein bunter Umschlag!" "Ja und ?" "Bunte Umschläge kann die Maschine nicht lesen...." "Ah so !" Und wenn ich also die Maschine mit weiteren 35 Cent besteche - lässt sie Gnade vor Recht meinen Umschlag durchlaufen......" Egal ! 90 Cent drauf und ab ! Nächstes Jahr gibts weiße Umschläge und ganz gross schreibe ich in Worten drauf "Bunt" !! Heutzutage kann man am Herzen operieren, weltweit kommunizieren, Bilder zu anderen Druckern in aller Welt verschicken - aber auch Maschinen, die weiß und bunt nicht auseinander halten können.....Scheiss-Technik...!!
Alle die zuvor einen gelben, grünen oder roten Umschlag bekommen haben - und nun Nachporto bezahlen müssen. Sorry !!

Ich wünsche Euch und Euren Familien ein frohes Weihnachtsfest......Der gute Rutsch kommt später, denn zuvor habe ich noch über Daniels Weihnachtsgeschenk zu berichten.....*grins* - mehr dazu in ein paar Tagen!

Zum Abschluß noch ein Bild von unseren "Monster-Baum"

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Und wo soll ICH hin ?........

Kennt Ihr die Griswolds aus "Schöne Bescherung" ? Ich meine die amerikanische Version von den Just aus Gladbeck! Die haben uns scheinbar damals als Vorlage genommen – denn so geht es oft bei uns zur Weihnachtszeit ab. Vorlagen für Teil 3 bis 100 gibt’s bei uns jedes Jahr. Es geht am Totensonntag los: Nach dem intensiven Schmücken auf jeder Etage, eröffnet Angelika die Backstube. Für mich eine ganz ganz schwere Zeit. Aus diesem Grund wird nach Nikolaus kein Wettkampf mehr angenommen. Ab Totensonntag werden die Batterien aus der Badezimmer-Waage genommen. Spätestens nach den 2. Advent kann man mich rollen! Ob Kakaowürfel, Linzer Schnitten, Spritzgebäck bis hin zum Berliner Brot, nach dem man seinen Nachmittags-Kaffee getrunken hat, brauch man eigentlich nicht mehr an`s Mittagsessen denken. Voll gestopft – da geht meist kein Krümmel mehr rein. Das Laufen wird von mal zu mal schwieriger und komischerweise laufen immer zu dieser Zeit die Hosen ein. Auf irgendwas anderes muss unsere Waschmaschine zu dieser Zeit programmiert sein.
Nach dem die ganzen Plätzchen gegen Abend ein wenig gerutscht sind, passen auch schon wieder neue hinein.

Gestern ging es dann zum Weihnachtsbaum-Kauf! Und da sind wir beide sehr pingelig! Wenn andere keine 5 Minuten dafür brauchen, werden bei uns etliche Bäume bis aufs kleinste Detail untersucht. So war es gestern auch! Hier gehalten, hier Netze offen gerissen und keiner stellte uns zu frieden. Ich meinte nur: „Na ein wenig größer als letztes Jahr sollte er schon sein!“. Also war die Auswahl noch kleiner, denn dicht sollte er sein und mit einer passablen Spitze. Normalerweise krabbeln wir sonst sogar auf dem gestapelten Lagerplatz herum und holen uns das Beste herunter. Doch dieses Mal hatten wir ein ganz anderes Problem: Die ganzen Bäume waren festgefroren und platt wie eine Flunder. Nachdem man die grünen Zweimeter-Iglo-Stäbchen vom Netz befreit hatte, musste man erst einmal die gefrorenen Zweige nach unten biegen. Und so ging einer nach den anderen wieder in die Ecke. Mir kam es eher so vor, als ob sie die übriggebliebenen Bäume vom letzten Jahr tiefgefroren hatten für dieses Jahr. Ab zum gegenüberliegenden Baumarkt. Was sich hier bot, da würde der Weihnachtsmann am Heiligabend einen großen Bogen um diese Häuser machen. Die Bäume sahen eher nach einen Import aus Afrika aus. Zweige waren jedenfalls nicht viele zu sehen. So ging es wieder zurück zum Tiefkühlmann von Nebenan. So fest ich auch zog, die festgefrorenen Bäume ließen sich kein bisschen bewegen. Mittlerweile wurde der Stand voller und voller. Jeder schaute beim anderen, was dieser evtl. aus einer Ecke ausgegraben hatte, evtl. schön aussah und dann doch wieder wegstellte. Der Sommerschlussverkauf am Krabbeltisch ist da manchmal gar nichts gegen. Ein zuvor weggestelltes großes Monstrum wurde nunmehr von einer korpulenten Dame weggeschliffen und Angelika meinte: „Siehste - jetzt hat ihn jemand anderes genommen…..“. Wobei, den hätten wir beide auch kaum tragen können. Die Dame schliff den Baum durch den Gang hinter sich her.
Aber wir gaben nicht auf! Wieder zum Lagerplatz, ziehen und rupfen, bis sich einer der gefrorenen Dinger löst. Ein letzter Versuch und tatsächlich einer löste sich. Nachdem er von allem befreit war und auseinander gebogen wurde, guckten andere schon neidisch zu uns rüber, sicher in der Hoffnung: Mal gucken ob die den wieder weglegen! „Ja von wegen – das ist meine Maloche, das Beutegut gehört mir“. Das Problem: Der Baum ist doch sehr wuchtig und lang! Neben uns eine Frau die meinte: "Toller Baum – aber verdammt groß!"
Größe spielt keine Rolle, irgendwo kriegen wir das Dingen schon mit, dachte ich mir! Der Verkäufer kann ja unten noch etwas absägen!
Klar, machte er auch – doch am Parkplatz stellten wir fest: Den kriegen wir gar nicht in unseren Wagen. Alles herunter geklappt und der Stamm erreichte schon in die äußerste Ecke der Windschutzscheibe. Noch ein bisschen hier geschoben und da gebogen und er war drin. „Geht doch!“ meinte ich! „Und wo soll ich hin?“ erwiderte Angelika. Tatsächlich! Daran hatten wir jetzt nicht mehr gedacht ! Auf keinen Sitz war mehr Platz. Überhaupt war der gesamte Innenraum ausgefüllt. „Mmmh, Du musst in den Kofferraum!“ Das war die einzige Möglichkeit. Also quetschte sie sich im Kofferraum und legte sich hin, damit sie nicht gesehen wird. „Aber Du lässt mich vor unserer Straße aussteigen, damit keiner sieht das ich aus den Kofferraum steige!“.
Klar meinte ich: „Was sollen sich die Leute denken, wenn ich Dich vor unserer Straße absetze, weiter fahre und ich Dich nach Hause durch den Schnee laufen lasse?“.
Angekommen, ein Blick über den Parkplatz: "Sieht uns kein Nachbar ?" Und zack: Raus!
Baum ausgeladen und auf die Terrasse gestellt. Sehr schöner Baum – doch das große Problem wird noch kommen. Wie kriegen wir das Dingen zu Weihnachten durch die Wohnung ? Wer weiß welche Tiere bis dahin ihr Nest dort drinnen gebaut haben.
Auf jeden Fall ist er größer als letztes Jahr…..etwas!

Sonntag, 5. Dezember 2010

Die Wettkampfsaison ist beendet......


Gestern fand in Dülmen der letzte Wettkampf für dieses Jahr auf Tempo an. Zeit, Bilanz zu ziehen über 2010.
Der lange Winter mit viel Schnee ärgerte einen immer wieder bei verschiedenen Einheiten. Umso überraschter war ich beim ersten Halbmarathon-Test in Bertlich. An einer 1:31:57 Std. dachte ich in keinster Weise so früh zum Jahresbeginn. Klar, das man dann die Ziele für`s Jahr anders steckt: Die HM-Zeit sollte fallen, die 4 vorne beim 10er sollte ebenfalls wegradiert werden. Auch der sehr profilierte Coesfelder Heidelauf klappte hervorragend. Venlo war das erste Ziel: Die ideale Jahreszeit um eine Bestzeit zu laufen. Trotzdem wäre mein Vorhaben fast "in die Hose" gegangen, da ich einige harte Trainingsheiten für den Hermannslauf noch in der Vorwoche abhielt. Typisches Roland-Problem - immer wieder übertreiben.
Venlo klappte trotzdem hervoragend. Die 1:31:24 Std. aus dem Vorjahr war vergessen. Mit 1:28:37 Std. verbesserte ich mich zum Vorjahr deutlich und die Pb stand ebenfalls so früh im Jahr. An der Marke werde ich sicherlich lange zu knacken haben. Irgendwo ist man mittlerweile an Grenzen gekommen, wo eine Verbesserung nicht mehr möglich ist. Hier wird es wohl der Fall sein!

Rechtzeitig zum Lintorfer Citylauf hauten einen private Schwierigkeiten einen deutlich aus der Bahn. Man dachte eher an alles andere, nur nicht an`s Laufen. Mein eigentliches Vorhaben: Deutlich unter 40 geriet ins Wanken. Mit 39:58 Min. knackte ich zwar eine Wunschmarke, bin der Meinung - unter anderen Umständen wäre an diesem Tag sogar viel viel mehr drin gewesen.

Eine Woche vor dem Düsseldorf-Marathon wurden mir erneut meine Grenzen gezeigt. Da ich mit Angelika den Marathon laufen wollte, meinte ich, ich könnte den Hermannslauf zuvor gemütlich angehen und hätte keine Probleme darauf den Marathon mit ihr zu laufen. Erfahrene "Hermannsläufer" warnten mich eigentlich davor an beiden Wettkämpfen zu starten. In diesem Fall schätzte ich mich völlig falsch ein. Dieser Hermannslauf ist kein langer gemütlicher Trainingslauf. Er ist selbst im reduzierten Tempo hart. Bis zum Ende der Woche hatte ich Muskelkater und hatte Schwierigkeiten ein Bein vor dem anderen zu setzten. Das passiert mir kein zweites Mal !!!

Ein weiterer Höhepunkt war in diesem Jahr die Streiflichter-Laufserie. Die 4 besten Läufe von 8 kommen in die Gesamtwertung. An zwei Wettkämpfen konnte ich leider nicht teilnehmen. Trotzdem konnte ich bei den anderen Veranstaltungen 3 x den 1. Platz und 1 x 2. Platz belegen in meiner Altersklasse. Somit belegte ich mit deutlichen Vorsprung Platz 2 in der Gesamtwertung. Das ist für mich das eigentliche Highlight in dieser Saison!

Die 5er-Distanz wurde dieses Jahr wieder stiefmütterlich behandelt und lief nebenbei. Beste Zeit war da die Punktlandung von 20:00 Min. in Raesfeld.
Gestern in Dülmen war es wegen den Witterungsbedingungen und der Strecke in keinster Weise möglich diese Zeit zu verbessern

Die Bestzeit im Marathon wurde in 2010 um exakt 1 Minute verpasst. Im Vorfeld mit vielen anderen Dingen beschäftigt, vergaß ich das tapern und zahlte dafür Tribut. Hinzu kam an diesem Tag das katastrophale Wetter mit strömenden Regen während des gesamten Marathons. An so einen Tag muss einfach alles passen. Hier war es nicht der Fall.

Da ich bei Reviersport einen Startplatz für den Essen-Marathon gewonnen hatte, ging es 2 Wochen später noch einmal über diese Distanz. Mit 3:26:59 Std. war ich jedoch diesmal mehr als zufrieden.

Ein absolut geniales Jahr ist vorbei ! Fürs nächste Jahr sind zum ersten Mal keine Verbesserungen geplant - die außergewöhnlichen Läufe wie der Hermannslauf und der Brüder-Grimm-Lauf bestimmen das zukünftige Training.